Was gehört auf eine gute Homepage? Und wofür braucht es eigentlich eine Homepage?
Ganz gleich, wie klein oder groß Ihr Betrieb ist, entweder haben Sie bereits eine Firmenhomepage, oder Sie denken ernsthaft darüber nach, eine einzurichten. Warum eigentlich? Und wie? Und was soll auf dieser Homepage überhaupt stehen?
Dies ist ein Gastbeitrag von Fenja Hanisch, die die Homepage von Joanna-Levin-Hamburg auf den neuesten Stand gebracht hat. Besuchen Sie Fenja gerne auf Ihrer eigenen Website: erdbeerbeet.com.
Was ist eine Homepage?
Webseite, Landingpage, Internetauftritt. Ganz viele Fachbegriffe, die sich aber leicht sortieren lassen.
Die Homepage ist die Hauptseite. Die, auf welche die Google-Suche zuerst verweist und von wo aus auf Unterseiten verlinkt wird. Die Homepage ist die digitale Visitenkarte und sollte übersichtlich und auf einen Blick zeigen, worum es geht und was angeboten wird. Sozusagen das Schaufenster.
Unter der Hauptseite gibt es noch weitere Webseiten, die sich vielleicht mit detaillierteren Angeboten, verschiedenen Bereichen oder Kontaktmöglichkeiten beschäftigen, sodass Interessierte sich genauer informieren können.
Wer es genauer wissen will, kann sich einen Artikel zum Unterschied zwischen Homepage, Webseite und Website zu Gemüte führen.
Google Unternehmensprofil
Viele Interessierte suchen über Google Maps nach Angeboten in der Nähe. Deshalb ist es wichtig, hier mit den wichtigsten Informationen zum Unternehmen gefunden zu werden. Firmenname, Standort, Öffnungszeiten, Kontaktmöglichkeiten und die Webseite. Sofern der Standort für das Unternehmen ausschlaggebend ist, ist ein Google Unternehmensprofil ein Muss.
Über die Seite von Google Unternehmensprofil kann ein Profil erstellt und dann eingerichtet werden. Da hierfür Post verschickt wird dauert das einige Tage. Dann ist es wichtig, dieses Profil zu pflegen und aktuell zu halten. Hier können auch Fotos eingepflegt werden und Kunden und Kundinnen haben die Möglichkeit eine Bewertung zu hinterlassen.
Da Google und Google Maps derzeit noch dominant sind ist ein Google Unternehmensprofil noch wichtiger als die Homepage.
Homepage
Auch Landingpage genannt ist die Seite, auf welche Besuchende als erstes kommen. Entweder aus einer Suchmaschine heraus oder über den Link auf einer physischen Visitenkarte. Hier wird der erste Eindruck gemacht und Interessierte entscheiden in Sekunden, ob ihnen die Homepage seriös genug erscheint, ansprechend ist und das bietet, was sie suchen.
Ich zeige das einmal anhand der aktuellen Homepage von Joanna-Levin-Hamburg.de.

- Logo mit Link zur Homepage
- Firmenname
- Kurze Linkliste zu untergeordneten Seiten
- Vorstellungstext
- Visuell ansprechende Präsentation des Angebots
- Kernkompetenz
- Referenzen
- Footer mit Pflichtlinks, zu News und Blog, und Social Media Links
Je nach Gewerbe gilt es, andere Schwerpunkte zu setzen. Das Kerngeschäft sollte in jedem Fall möglichst weit oben und klar erkennbar sein. Bilder lockern die Seite auf und wirken professionell. Außerdem sollten verpflichtende Verlinkungen gut erkennbar sein.
Pflicht
Sobald man als gewerbetreibende Person oder Unternehmen eine Website betreibt, gilt es einige Pflichten einzuhalten. Diese greifen meist nicht für Privatpersonen. Bei Nichtbeachtung können hier empfindliche Strafen drohen.
Es gibt inzwischen zahlreiche Anbieter, die auch kostenlos die entsprechenden Inhalte zusammenstellen, sodass man rechtlich abgesichert ist.
Kurz gesagt muss auf der Seite die Information zur Verfügung stehen, wem die Seite bzw. das Unternehmen gehört und somit auch, wer Ansprechpartner ist. Weiterhin muss angegeben werden, in welcher Form (wenn überhaupt) die Daten von Besuchenden und Kunden verarbeitet und gespeichert werden, um die unauthorisierte Verarbeitung und Weiterleitung an Dritte auszuschließen.
Die Seiten „Impressum & Datenschutz“, sowie „Barrierefreiheitserklärung“ müssen von jeder Seite aus erreichbar sein und werden für gewöhnlich im Footer verlinkt.

Impressum & Datenschutz
Wie oben beschrieben braucht es ein Impressum, um die Legitimität der Webseite zu bestätigen. Ein Impressum ist gesetzlich vorgeschrieben und führt die Seitenbetreibenden und somit die Verantwortlichen auf. Enthalten sein müssen der Firmensitz und eine Kontaktmöglichkeit.
Die Datenschutzerklärung nach DSGVO erkärt, wie Daten von Besuchenden der Seite verarbeitet und gespeichert werden. Das betrifft nicht nur eventuell eingesetzte Formulare, bei denen E-Mails verschickt werden und Kundendaten eingetragen werden können, sondern auch eingebundene Plugins (besonders die von Google), die Besucherstatistiken und Maps-Aufrufe tracken.
Die Datenschutzerklärung muss solche Programme auflisten und aufdecken, inwiefern Daten verarbeitet werden.
Für sowohl Impressum als auch die Datenschutzerklärung gibt es zahlreiche Dienstleister im Internet, die diese Texte rechtssicher generieren. Die Erklärung dieser Seite ist zum Beispiel von eRecht24. Wie die Daten außerhalb der Webseite verarbeitet werden, z.B. bei Kontaktaufnahme, muss selbst ergänzt werden.
Weiterhin muss es die Möglichkeit geben, (Kunden-)Daten löschen zu lassen. Das ist ein Gesetz, das allgemein im Unternehmen durchgesetzt werden muss.
Barrierefreiheitserklärung
Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das digitale Inhalte zur Barrierefreiheit verpflichtet. Das bedeutet, dass Inhalte auf der Seite von jedem aufgenommen werden können, ungeachtet eventueller Einschränkungen. Dies äußert sich vor allem in Farbgebung, Mobilfähigkeit und der korrekten Verwendung von Bildern. Mehr dazu gibt es auf meinem Blog zu lesen, z.B. hier: Digitale Barrierefreiheit.
Zur Barrierefreien Webseite gehört auch eine Barrierefreiheitserklärung. Diese wird im Footer verlinkt und enthält die folgenden Informationen:
- Ist diese Anwendung barrierefrei, wenn ja, nach welchem Standard wurde geprüft (z.B. WCAG 2.2), von wem und wann?
- Welche Barrieren bestehen noch und zu wann sollen diese behoben sein? (z.B. ein eingebettetes Video, dem noch Untertitel fehlen)
- Ggf. kann hier auch eine Erklärung folgen, warum eine barrierefreie Umsetzung nicht möglich ist, entweder aus technischen Gründen, oder …
- wenn die Webseite einer Privatperson oder einem Kleinunternehmen gehört, besteht keine Verpflichtung zur Barrierefreiheit.

Auch wenn es keine Verpflichtung für alle zur Barrierefreiheit gibt, helfen einfache Anpassungen dabei, ein gutes Erlebnis für alle zu ermöglichen. Hier einmal die wichtigsten Punkte:
- Textfarbe und Hintergrundfarbe müssen einen ausreichenden Kontrast zueinander haben.
- Bilder müssen mit Alternativtexten versehen werden, die den Inhalt kurz und prägnant beschreiben.
- Funktionselemente müssen hilfreich beschriftet sein und es muss klar sein, was der Klick auf ein Element bewirkt.
- Die Schriftgröße muss anpassbar sein.
WordPress bietet direkt barrierefreie Themes an, die verwendet und regelmäßig aktualisiert werden sollten. Die Barrierefreiheitserklärung dieser Seite zeigt, dass auch dieser Pflichtinhalt nicht schwer auszufüllen ist.
Inhalte
Womit die Website befüllt wird hängt zum einen davon ab, welche Informationen und Projekte gezeigt werden sollen und wonach die Kundschaft sucht.
Zum einen soll natürlich die Kernkompetenz des Gewerbes präsentiert werden. Ein Café mit raffinierten Franzbrötchen-Variationen? Catering mit veganem Schwerpunkt? Teigmaschinen speziell für glutenfreies Gebäck?
Auch wenn das Portfolio noch größer ist, die Kernkompetenz kommt präsent auf die Homepage, denn damit soll eine Assoziation stattfinden.
Eine Webseite kann für die Produktpalette reserviert werden. Welche Erzeugnisse, Events oder Maschinen gibt es zu präsentieren? Je nachdem kann jedes Produkt sogar noch auf einer separaten Unterseite vorgestellt werden.
Wenn Dienstleistungen angeboten werden, wie Beratung, Lieferung, Reparaturen, Betreuung, etc. gehört auch das auf eine eigene Webseite. Am besten mit Rezensionen zufriedener Kundschaft und vielen Bildern der Ergebnisse. Hier gibt es auch die Gelegenheit, sich mit Partnerschaften zu verlinken.
Ganz wichtig noch, wie kann Kontakt aufgenommen werden? Auf dieser Seite sollte präsentiert werden, mit wem genau man es zu tun hat und wie und wann diese Personen erreichbar sind. Hier kann es ein Kontaktformular geben aber zumindest eine e-Mail-Adresse und Telefonnummer.
Weitere Webseiten können je nach Gusto und Unternehmen dazukommen.
Bei der Gestaltung der Website sollte immer im Hinterkopf behalten werden, wonach die potenzielle Kundschaft sucht und entsprechend gestaltet werden.
Gefunden werden
Wenn solch eine Homepage erst einmal existiert, soll sie selbstverständlich auch gefunden werden. Das passiert meist über Suchmaschinen im Internet. Dort werden auf Suchanfragen hin eine Vielzahl an Suchergebnissen angezeigt. Damit die eigene Seiten in diesen Ergebnissen möglichst weit oben ist, müssen sie optimiert werden. Das ist SEO – Search Engine Optimization.
Wertvolle Informationen
Das wichtigste ist, eine gute, aktuelle, ausführliche und rundum informative Seite zu haben. Suchmaschinen sind inzwischen gut darin geworden, den informellen Wert einer Seite zu bewerten, es wird aber auch mit einbezogen, wie lange Besucher auf der Seite bleiben und ob sie sich dort weiter umsehen. Es gilt also, viel Mühe – vor allem in die Homepage – zu stecken, um Besuchende (und die Suchmaschine) rundum zu informieren.
Was genau wertvolle Informationen sind lässt sich oben in den Inhalten nachlesen. Gute und mittellange Texte, Bilder mit Beschriftung und Weiterverlinkungen.
Hyperlinks
Das Internet funktioniert über Verlinkungen. Hyperlinks. Um von einer Seite zur nächsten zu kommen und am Ende die gesuchte Information oder Funktion zu erhalten.
Links sollten stets als solche erkennbar sein und selbstsprechend betitelt, sodass klar ist, wohin ein Link führt. Das bedeutet nach Möglichkeit auf Linktexte wie „hier“ und „weiter…“ zu verzichten.
Links innerhalb der Website sorgen dafür, dass Besuchende auf der Website bleiben und sich weiter informieren. Hierbei soll natürlich möglichst auf die wichtigen Seiten verlinkt werden. Deswegen gibt es z.B. auf dieser Website viele Links zu den HÄLLDE Produkten.
Externe Links, also solche, die auf fremde Webseiten führen, vernetzen die eigene Website. Noch interessanter ist es sogar, wenn fremde Websites auf die eigenen Webseiten verlinken. Diese Verknüpfungen zeigen, wie wertvoll die Informationen auf der Seite sind und wirken sich so positiv auf die Suchmaschinen-Platzierung aus.
Es bietet sich an, Austausche mit Partnern zu machen – vielleicht sogar Gast-Beiträge wie diesen hier – und auf einander zu verlinken.
Aktualität
Eine gute Homepage ist eine aktuelle. Es lohnt sich also, regelmäßig die Inhalte zu aktualisieren, neue Informationen hinzuzufügen und im Zweifelsfalle einfach ein paar Texte umzuformulieren. Die Suchmaschine kann nämlich einsehen, wann die letzte Änderung vorgenommen wurde und bewertet neue Seiten besser als alte.
Weitere Kanäle
Neben einer verhältnismäßig klassischen Homepage können je nach Gusto, Zeit und Expertise auch weitere Kanäle gepflegt werden. Zum Beispiel bei Instagram, Mastodon, Facebook oder nebenan.de. Diese können wiederum auf die Homepage verweisen und Inhalte davon auf der Homepage verlinkt oder eingebunden werden.
Fazit
Im digitalen Zeitalter ist eine Homepage wichtiger als ein gut eingerichtetes Schaufenster. Sie ermöglicht es, dass man im Internet gefunden werden kann und spielt eine größere Rolle bei der Kundenaquise als Werbung.
Eine gute Homepage einzurichten ist kein Hexenwerk und es empfiehlt sich ggf. mit einer einzigen Seite zu beginnen und diese nach und nach auszubauen. Die Pflichtangaben nicht vergessen und regelmäßig schauen, ob man noch etwas verbessern kann.
